Die Gestaltung einer Web-Plattform ist individuell und zielgruppenabhängig. Aber einige Regeln sind allgemeingültig. Zum Beispiel die Folgenden:

Gestaltung ist Gesetz

Es gibt eine Reihe einfacher und dennoch wichtiger Gestaltungsgesetze, deren Beachtung maßgeblich dazu beiträgt, dass eine Website verständlicher und bedienfreundlicher wird. Dazu gehören u. a. das Gesetz der Nähe und das Gesetz der Ähnlichkeit. Die Kernaussage dieser Gesetze ist sehr simpel: Elemente, die nahe beieinander liegen (Nähe) und solche, die sich zum Beispiel in Farbe, Textur und Größe ähnlich sehen (Ähnlichkeit) werden vom User intuitiv als eine zusammengehörige Gruppe wahrgenommen. Achten Sie darauf, wenn Sie Haupt- und Subnavigation gestalten oder das Design unterschiedlicher Kategorien wählen. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Gestaltungsgesetze, die es sich lohnt zu beachten. Eine Übersicht finden Sie zum Beispiel hier.

Zeigen, wo’s lang geht

Denken Sie daran: Nicht jeder User landet auf Ihrer Startseite, wenn er Ihre Website betritt. Viele kommen über die Google-Suche oder auch andere Querverlinkungen und landen auf Unterseiten. Lassen Sie diese Nutzer nicht im Wald stehen wie Hänsel und Gretel – leisten Sie Orientierungshilfe. Gute Mittel sind hier zum Beispiel, um bei der Märchen-Metapher zu bleiben, eine gut sichtbare Breadcrumb-Navigation. Aber auch mitscrollende “sticky” Navigationselemente wirken häufig Wunder – besonders, wenn die ausgewählte Rubrik noch farblich gekennzeichnet wird. So fühlen sich User jeglicher Herkunft direkt zu Hause und finden schnell, wonach sie suchen.

Weniger ist manchmal mehr

Überlegen Sie sich genau, für welche Funktionen, Themen oder Rubriken sich die Nutzer Ihrer Webseite vermutlich am meisten interessieren. Wenn Ihre Seite schon länger online ist, können Sie auch in der Tracking-Statistik nachsehen, welche Elemente und Bereiche besonders hoch frequentiert sind. Sorgen Sie dafür, dass der Nutzer diese Seitenbestandteile ohne Umwege findet – am besten auf der Startseite. Vermeiden Sie „Las-Vegas-Stimmung“, bei der der User vor lauter Teasern, Animationen, Störern und Headlines gar nicht weiß, wo er hinschauen soll. Wer zu viel hervorheben will, verursacht häufig eine Reizüberflutung, aufgrund dessen der Nutzer letztendlich zu lange – oder sogar vergeblich – nach dem Gewünschten.

Strukturieren, priorisieren und Ladezeiten reduzieren

In der heutigen Zeit ist Geschwindigkeit ein wichtiges Bedürfnis der Surfer. Und eine Erwartungshaltung. Wenn eine Startseite oder Landingpage nicht in Bruchteilen von Sekunden zu sehen ist, machen sich die Nutzer schnell aus dem Staub – und auf den Weg zur Konkurrenz. Daher gilt: Priorisieren Sie Ihre Inhalte. Und setzen Sie Highlights dezent und strukturiert.

Achtung bei Kampagnenzielseiten

Die oben genannten Aspekte sind nicht nur für die Startseite essenziell, sondern auch für Unterseiten – vor allem, wenn diese Ziel für Google SEA- oder Display-Kampagnen sind. Hier ist es unerlässlich, dass das, was dem Nutzer in Anzeigen, Bannern & Co. angekündigt wurde, auch sofort auf der Zielseite gefunden wird. Wenn Ihre Nutzer nach Anblick Ihrer Kampagnenzielseite frustriert und unverzüglich den Rückzug antreten, weil sie die Erfüllung des Versprechens nicht auf den ersten Blick ausfindig machen konnten, sind Conversion, Google-Qualitätsfaktor und Kampagnenerfolg ruiniert.