Sie sind Dreh- und Angelpunkt von Kampagnen, teilweise sogar von ganzen Webseiten, es werden hohe Werbegelder investiert, damit die geneigten User sie ausfüllen, und sie bergen ein hohes Fehlerpotenzial: die Formulare. Egal ob Bestell-, Anmelde- oder Registrierungsformular – die richtige Gestaltung entscheidet häufig über Erfolg oder Misserfolg von Online-Auftritten. Umso erstaunlicher ist es, dass Formulare leider häufig stiefmütterlich und unter Zeitdruck erstellt werden. Hier sind drei wichtige Tipps für eine optimale Formulargestaltung:

1. Je weniger Angaben, desto höher die Ausfüllwahrscheinlichkeit

Viele Menschen sind der Meinung, wenn der Nutzer schon beim Formular angekommen ist, kann er auch gleich noch einige persönliche Daten angeben, die für Markforschungszwecke genutzt werden können – oder dafür, ihm über sämtliche Kanäle Werbebotschaften zukommen lassen. Die User sind in der Regel nicht von gestern und haben nicht nur chronische Unlust, Unmengen an Feldern auszufüllen, sondern fragen sich auch, wozu zum Beispiel für das Zusenden eines Newsletters Postadresse und Telefonnummer benötigt werden. Fragen Sie nur ab, was für die Inanspruchnahme Ihres Angebots notwendig ist – und kennzeichnen Sie Pflichtfelder. Alles andere wirkt unseriös und sieht nach viel Arbeit aus.

2. Hilfe-Texte, diskret und informativ

Unterstützen Sie Ihre Nutzer (wenn nötig) dabei, Ihr Formular auszufüllen. Um dies zu tun, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten: vom immer präsenten Hilfetexten unter/neben dem Eingabefeld über Hilfetexte, die während der Eingabe automatisch erscheinen, bis hin zu Beispieltexten im Eingabefeld selbst. Aber diese Art der Platzierung hat auch Nachteile: Sind Hilfetexte ständig präsent, lassen sie das Formular kompliziert und lang wirken. Erscheinen sie erst bei Eingabe, werfen User eventuell schon vor dem Ausfüllen das Handtuch, weil Ihnen die Hilfe nicht bewusst ist. Sind Beispielangaben im Feld hinterlegt, können Eingabefehler entstehen. Sehr gut geeignet sind daher Icons (zum Beispiel Fragezeichen) neben dem Eingabefeld, über die die User per Mouseover oder Klick selbst den Hilfetext anfordern können.*

3. Adäquate Fehlermeldungen nicht vergessen

Sollte dem Nutzer dennoch beim Ausfüllen Ihres Formulars ein Malheur passieren, sollten Sie ihm genau zeigen, wo ihm welcher Fehler unterlaufen ist. Markieren Sie das entsprechende Feld aufmerksamkeitsstark. Benennen Sie den Fehler präzise und zeigen Sie dem Nutzer Lösungsmöglichkeit auf. Nicht selten ist es auch hilfereich, schon nach Eingabe zu validieren, damit der User nicht erst nach Abschicken des Formulars merkt, dass er Änderungen vornehmen muss (insbesondere zum Beispiel bei der Wahl eines Nutzernamens).

* Wenn Sie merken, dass Ihr Formular gar nicht ohne Anleitungen und Hilfestellungen auskommt, sollten Sie es noch einmal überdenken – dann in den seltensten Fällen werden User jede Anleitung auch lesen (Vgl. vergangene Usability-Tipps)