Die Nutzerfreundlichkeit einer Website ist ein zentrales Kriterium, um im Netz erfolgreich zu sein. Auch die beste SEO/SEA- oder Social Media-Kampagne hilft nicht bei der Lead- und Sales-Generierung, wenn die Usability der Zielseite Lücken hat. User entscheiden in einem Bruchteil von Sekunden, ob sie eine Website verlassen oder nicht.

Auch wenn Sie glauben, alle wichtigen Usability-Regeln befolgt, jede Grafik sorgsam durchdacht, die Navigation bis in die Tiefen konzipiert und jeden Button pixelgenau platziert zu haben: ohne Testing sollte grundsätzlich keine Website online gehen. Und egal ob Designer, Konzepter, Texter oder Programmierer – in der Regel kann sich keiner vom fachlichen Tunnelblick freisprechen. Und keiner kann mit den Augen der Zielgruppe sehen:

Testing – der einzige Weg aus dem Tunnelblick

Der Grafiker möchte viele bunte Bilder, der Texter will möglichst viele Informationen unterbringen, der Programmierer liebt technische Finessen, der Konzepter kreative Neuheiten. Doch was ist, wenn die Nutzer nachher vor lauter Bildern die Infos nicht finden oder sich in Textwüsten verlaufen? Was passiert, wenn sie die tollen, technischen Features gar nicht bedienen können oder sich anstatt hipper, neuartiger Elemente nur eine ganz einfache, intuitiv bedienbare Seite wünschen, die ihnen die richtigen Informationen übersichtlich präsentiert? Was die Nutzer wirklich von Ihrer Seite halten werden, KÖNNEN Sie nicht alleine beurteilen, Sie MÜSSEN es testen. Und zwar schon während der Realisierungsphase (z. B. in Form von Usability-Tests). Denn ein multivariates OnSite-Testing in Echtzeit kann vor Livegang häufig nicht stattfinden. Und nach Livegang ist es möglicherweise zu spät.

Eine Testperson ist besser als keine

Ein Usability-Test muss nicht unbedingt teuer und aufwändig mit hunderten Nutzern realisiert werden. Häufig hilft es schon, ganz normalen Usern, die nicht ins Projekt involviert sind, bei der Nutzung der Website zuzusehen, um einschlägige Erkenntnisse zu Tage zu befördern. Sie brauchen nur eine Kamera, eine Handvoll Freiwilliger und ein bisschen Zeit. Geben Sie Ihren Testpersonen Aufgaben, die sie auf Ihrer Website erledigen sollen, zum Beispiel ein Kontaktformular finden, ein Produkt erstellen oder sich registrieren. Und lassen Sie die User währenddessen alles erzählen, was in ihrem Kopf vorgeht. Nicht selten wird dann festgestellt, dass es an Stellen klemmt, denen man eventuell gar keine Aufmerksamkeit geschenkt hat. Vielleicht kommt Ihr Nutzer gar nicht bis zu dem Punkt, den Sie eigentlich für kritisch gehalten hatten, weil er schon bei der Registrierung den Kopf in den Sand steckt.