Dass die mobile Internetnutzung von Jahr zu Jahr rasant ansteigt, ist kein Geheimnis. Smartphone, Pad & Co. sind unsere ständigen Begleiter – ob es darum geht, den Wetterbericht zu checken, die neuesten Nachrichten zu lesen, Preise zu vergleichen oder ein Restaurant in der Umgebung zu finden. Für Website-Betreiber ergeben sich „neue“ Herausforderungen, die es sich lohnt anzunehmen. Denn wer seine Inhalte den mobilen Nutzern schnell und einfach zugänglich macht, sichert sich gleich mehrere Vorteile:

Mobilfähiger Content: Bessere Chancen im Advertising

Eine mobilfähige Website steigert nicht nur die OnSite-Conversion des mobilen Traffics. Sie verhilft – wenn fachmännisch erstellt – auch zu besseren Positionen in Suchmaschinen und verbessert die Chancen in Sachen Advertising. Mobiles Performance-Marketing beispielsweise birgt enorme Potentiale zu verhältnismäßig niedrigen Preisen, da die Konkurrenz noch nicht so groß ist wie auf dem Desktop. Und auch die Vernetzung zwischen Website und sozialen Medien ist mit einer adäquaten Mobile-Version deutlich fruchtbarer.

Erst analysieren, dann mobilisieren

Bevor eine Entscheidung für eine Methode getroffen wird, sollte man den eigenen Traffic genau analysieren. Wie viele User betreten die Plattform über mobile Endgeräte (= wie dringend ist die Optimierung)? Mit welchem Endgerät und Betriebssystem kommen die meisten mobilen Nutzer (= für welche Geräte muss priorisiert optimiert werden)? Wie hoch sind die mobilen Abbruchraten und welcher Conversion-Uplift ist bei einer Optimierung zu erwarten (= wie sehr lohnt sich die Optimierung finanziell)? Welche Zielgruppen möchte ich mit der mobilen Ansicht ansprechen und welche Mehrwerte möchte ich damit bieten (= brauche ich wirklich eine App oder ist eine responsive/mobile Website zielführender)?

Wie optimiert man für mobile Endgeräte?

Grundsätzlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Content oder Web-Shop mobilfähig zu machen: von der „One-fits-all“-Lösung (Responsive Design) über eine eigene, mobile Präsenz (mobile Website) bis hin zur eigens für ein System programmierten Applikation (Native App). Alle drei wurden in der u.g. Tabelle einander gegenübergestellt. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Optionen, zum Beispiel Web-Apps, mobile Website über Parsing Technologien – oder zum Beispiel auch Hosting, Kreation und Optimierung komplett an einen Dienstleister outzusourcen.

Letztendlich muss jeder Website- und Shop-Betreiber selbst abwägen, ob und welche Variante für die eigenen Bedürfnisse, Budgets und Zielgruppen sinnvoll sind. Eins ist jedoch sicher: Es ist eine Investition in die Zukunft.

3 Möglichkeiten der Mobiloptimierungen im Vergleich

 Native AppResponsive Design
Mobile Website
DefinitionFür einzelne Systeme (z. B. IOS) entwickelte Apps, die parallel zur Desktop-Version betrieben und über App-Stores bezogen werdenWebsites, die auf Desktop und mobil gut dargestellt werden. Sie werden mit dem Browser aufgerufen und passen ihr Design dem Endgerät anUnabhängig von der „normalen“ Desktop-Version betriebene, mobile Website, auf die mobile User i.d.R. entsprechend weitergeleitet werden
User ExperienceSehr gut, exakt auf die einzelnen Systeme angepasste DarstellungGut - sehr gut, nicht exakt auf einzelne Endgeräte ausgerichtetSehr gut, exakt auf die Bedürfnisse von Mobilnutzern ausgelegt
URLEs gibt keine URLDa es nur eine Website gibt, gibt es auch nur eine URLI.d.R. bekommt die mobile Website eine eigene URL
SEONicht möglich, da die App nur über den App-Store auffindbar istVerhältnismäßig unkompliziert, da keine Probleme mit duplicate Content entstehenKomplex, da doppelter Content gekennzeichnet und Weiterleitungen gesetzt werden müssen
Speed / PerformanceSehr gut, da die App zunächst heruntergeladen wirdGut, wenn richtig aufgesetzt (z. B. sollten Grafiken in mehreren Größen/ Auflösungen hinterlegt werden)Gut, da Inhalte, Grafiken und Daten gering bzw. leicht gehalten werden können, um die Ladezeit zu verkürzen
KostenHoch, da für jedes System eine neue App entwickelt werden mussNiedrig - mittel (wenn initial mit aufgesetzt), bei Nachrüstung deutlich höherMittel - hoch, da eine eigene mobile Seite erstellt wird, welche gepflegt und optimiert werden muss
StreuverlusteHoch, da User nicht über den Browser auf die App aufmerksam werdenNiedrig, da auf jedem Endgerät eine zufriedenstellende Ansicht gewährleistet istMittel, da das mobile Endgerät nicht immer erkannt wird
FehleranfälligkeitEinmal erstellt und genehmigt: gering
Bei Erstellung: eher hoch
Mittel - niedrig, jedoch kann eine „One-fits-all“ Lösung nie auf allen Endgeräten perfekt funktionierenRelativ hoch, z. B. aufgrund fehlerhaften Weiterleitungen, SEO-Problematiken, Fehlern bei doppelter Pflege usw.
PflegeaufwandMittel, Updates müssen über alle Systeme ausgerollt werdenGering, da nur eine Version gepflegt werden mussHoch, da zwei unabhängige Websites gepflegt und durch Weiterleitungen verbunden werden