Das Rätsel um die Erfolgsmessung von Social Media Aktivitäten beschäftigt Unternehmen nicht erst seit gestern. Die Frage nach der Bestimmung des ROI rangiert auf Platz 1 der häufigsten Fragen, die sich Marketer im Umgang mit sozialen Medien momentan stellen. (Vgl. Social Media Marketing Industry Report 2010). Dabei gibt es zahlreiche Faktoren, über die sich der Erfolg von Social Media Marketing messen lässt – Faktoren, deren Glaubhaftigkeit in anderen Bereichen des Online Marketings nicht in Frage gestellt wird.

Wer nicht gerade seine Produkte über soziale Medien vertreibt, hat es schwer, den monetären Erfolg von Social Media Auftritten und Kampagnen zu messen. Aber das Fehlen von harten Messdaten, z. B. in Form von Return on Investment, ist prinzipiell im Online Marketing nichts Neues. Unternehmen beschäftigen Brand Manager, die u. a. für die Reputation einer Marke im Netz verantwortlich sind, es werden SEO-Experten engagiert, die hohe Rankings in den Suchmaschinen erzielen sollen, Agenturen werden beauftragt, Leads und Traffic zu generieren – all das ist keine Garantie für Abverkauf, führt aber häufig dazu. Und genau so ist es auch mit Social Media Marketing. Der einzige Unterschied ist, dass damit all diese Ziele auf einmal anvisiert werden können. Und deren Erreichung lässt sich messen:

Höhere Markenbekanntheit und Leadgenerierung mit viralem Effekt
Ein Lead ist „die erfolgreiche Kontaktanbahnung eines Produkt- oder Dienstleistungsanbieters zu einem potenziellen Interessenten“ (Vgl. Lead-Definition auf Wikipedia). Ein Lead kann ein neuer Newsletterabonnent sein, ein User, der sich für ein neues Treuepunktesystem registriert – aber auch ein Follower auf Twitter oder ein Fan auf Facebook, der so sein Interesse am Unternehmen bekundet und sich regelmäßig informieren lassen möchte. Anders als z. B. Newsletterabonnenten sorgen Fans und Follower zudem aber auch noch für Weiterverbreitung, die man über Tools wir z. B. Bitly auch nachverfolgen kann. Die Anhänger einer Firma oder eines Produktes in sozialen Medien sind also ein messbarer Erfolgsindikator, der dank viraler Effekte auch noch die Markenbekanntheit steigert.

Mehr Traffic, höhere Rankings, bessere Markenreputation
Wer Fans, Followern & Co. gute Inhalte präsentiert und diese über das Profil im Netzwerk verlinkt, erzielt einen in Zahlen erfassbaren Erfolg: hohen Traffic auf den Zielseiten.* Und weil Networker und Blogger die Inhalte, die ihnen gefallen, gerne verlinken, betreiben sie Offpage-Optimization ganz um sonst – und verbessern so zwei ebenfalls messbare Faktoren: das Ranking der Zielseite und ihre Platzierung in Suchmaschinen. Zuletzt noch ein wichtiger Aspekt, der ein Indikator für den Social Media Erfolg ist: eine gute Markenreputation. Mit zahlreichen Monitoring Tools kann man die Wahrnehmung einer Marke in sozialen Medien relativ gut erfassen – und auch die Verbesserungen, die durch die persönliche Interaktion mit den Social Media Nutzern erzielt werden.

Die Multimedia-Agentur OMD hat übrigens kürzlich eine Anwendung entwickelt, die die Wirkung von Social Media Kampagnen nun in Form eines ROI messen soll (Vgl. Artikel auf Horizont.net). Wenn das wirklich funktioniert, wäre die Formel für die Erfolgsmessung perfekt.

 

 

* Über Ihre Tracking-Statistik können Sie i. d. R. nachverfolgen, ob die Nutzer über Social Media oder andere Quellen auf Ihre Seite gelangt sind und so den Grund für Ihre Traffic-Erhöhung lokalisieren. Achten Sie jedoch darauf, dass sich die Bounce Raten nicht erhöht haben.