Sharing-Funktionen tragen zwar nicht direkt zur Usability Ihrer eigentlichen Website bei, können jedoch, wenn sie benutzerfreundlich gestaltet und implementiert werden, zu enormem Erfolg führen. In Zeiten des Web 2.0 haben die User heute mehr denn je den Drang, interessante Inhalte an andere weiterzugeben. Und Inhalte, die durch Freunde oder Meinungsführer weiterverbreitet werden, sind in der Regel nicht nur der glaubwürdigste Beweis für die Qualität Ihrer Inhalte – sie sind zudem sogar umsonst. Diesen Sachverhalt sollten Sie berücksichtigen und fördern, indem Sie das Weiterverbreiten Ihrer Inhalte über Twitter, Facebook, E-Mail & Co. besonders benutzerfreundlich möglich machen.

Standfeste URL

Dieser Aspekt ist für Videos, Artikel und Posts ebenso wichtig wie für Microsites: Nutzen Sie eine parmanente URL für ALLE Objekte, die Sie zum Sharing anbieten möchten, damit sie direkt wiedergefunden werden können. Ändern Sie eine einmal gewählte URL niemals wieder, denn dann führt alles, was Sie sich bereits erarbeitet haben, ins Leere: vom Bitly-Link über Lesezeichen bis zur Facebook-Statusmeldung. Darüber hinaus ist es fürs Sharing vorteilhaft, wenn sich Ihre Inhalte auch vollständig oder partiell einbetten lassen wie zum Beispiel die Videos bei YouTube.

Sharing-Optionen (richtig) platzieren

Wenn Ihre Inhalte gut sind, wird der Nutzer in der Regel gewillt sein, diese weiterzugeben – das heißt jedoch nicht, dass er es auch tut. Daher sollten Sie Ihre Nutzer durch die aufmerksamkeitsstarke Platzierung von Sharing-Optionen daran erinnern und ihnen dadurch die Verbreitung der Inhalte erleichtern. Wenn das Weiterempfehlen per Klick funktioniert, ist dies für den Nutzer leichter, als wenn er den Verweis auf den Inhalt selbst erstellen muss. Am besten machen sich Sharing-Optionen unmittelbar neben dem Inhalt und, zusätzlich dazu, noch einmal unterhalb. So tragen Sie den Einsteigern genauso Rechnung wie denjenigen, die den Inhalt (zum Beispiel einen Blogpost) bereits gelesen haben. Eine Handlungsempfehlung oberhalb des Sharing-Widgets verstärkt den Empfehlungsimpuls noch.

Auf die wesentlichen Kanäle konzentrieren

Verwenden Sie nicht zu viele Sharing-Optionen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Kanäle, die Ihre Zielgruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nutzt. Wer es mit den Optionen übertreibt, überfordert den Nutzer, der dann vor lauter Icons den gewünschten Dienst nicht mehr findet.

Natürlich gehört zu nutzerfreundlichen Sharing-Funktionen noch Einiges mehr dazu. Wenn Sie Ihr Wissen vertiefen möchten, liefert das Buch „Social Web Design“ von Joshua Porter interessante Erkenntnisse, zum Beispiel zur Erstellung von Sharing-Formularen aber auch über weitere Möglichkeiten für erfolgreiches Design im Web 2.0.