Viele Unternehmen investieren Unmengen Zeit und Geld, um relevante Keywords für ihre AdWords-Kampagne zu kaufen und Anzeigentexte zu erstellen, die eine hohe Click-Through-Rate – und somit eine gute Platzierung in den Google Suchergebnissen erzielen. Doch viele Klicks auf eine Anzeige bedeuten nicht zwangsläufig Erfolg. Genauso wichtig für die Leadgenerierung und den Erfolg Ihres AdWords-Kontos ist eine adäquate Zielseitengestaltung.
Die meisten Google AdWords-Anzeigen zielen auf mehr ab als nur Traffic. Es geht darum, den User zu motivieren, seine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, eine Hotline anzurufen oder ein Produkt zu kaufen. Um dies zu erreichen, muss die Landingpage Ihrer Google-Anzeige den Nutzergeschmack genauso treffen wie der Anzeigentext. Selbst die höchste Click-Through-Rate hilft nichts, wenn die User beim Anblick der Landingpage das Weite suchen.

Zielseiten können Sie ruinieren – oder zum Erfolg führen

Neben der fehlenden Leadgenerierung erhöhen mangelhafte Zielseiten auch die Absprungrate und führen dazu, dass Google Ihre Landingpage mit einem niedrigen Qualitätsfaktor abstraft. Die Folgen: Schlechtere Platzierungen in den Suchergebnissen (im Display-Netzwerk) und höhere Preise für die zugehörigen Keywords. Leider ist dieser Schluss noch nicht zu allen AdWords-Kunden durchgedrungen. Ich habe mich beim Weihnachtsshopping über viele Zielseiten von Google-Anzeigen gewundert und eine Liste der schlimmsten Faux pas zusammengestellt:

  1. Fehlende Handlungsaufforderung: Der Call-to-Action (Bestellbutton, Hotline, Registrierung o. ä.) ist nicht auf den ersten Blick sichtbar.
  2. Zu viele Handlungsaufforderungen: Es sind zu viele Call-to-Actions vorhanden, sodass der zum eigenen Bedürfnis Passende erst lokalisiert werden muss.
  3. Schlechter, erster Eindruck: Die Zielseite wirkt unglaubwürdig (zum Beispiel bzgl. Design, Wording, Informationen o. ä.).
  4. Zu viele Klicks notwendig: Der Nutzer landet nicht sofort am Ziel, sondern muss sich erst mühevoll durch mehrere Unterseiten klicken.
  5. Zu lange Ladezeiten: Die Landingpage braucht zu lange, um sich aufzubauen.
  6. Nicht bedürfnisgerecht: Anstatt einer Zielseite, die individuell auf das Bedürfnis des Nutzers zugeschnitten ist, findet man allgemeine Informationen und Angebote, die inhaltlich nicht exakt zu den eingegebenen Keywords und der Anzeige passen.
  7. Fehlende Headline der Unterseite: Der Nutzer wird, wenn er auf einer Unterseite landet, nicht durch eine prägnante Headline abgeholt, die den Inhalt der Google-Anzeige wieder aufgreift.
  8. Versteckte oder zu allgemeine Informationen: Wertvolle Details sind nicht auf den ersten Blick sichtbar oder Informationen werden zu allgemein gehalten.
  9. Reizüberflutung: Die Zielseite ist zu überladen. (Hinweise zur Platzierung von Highlights auf Ihrer Website finden Sie in Usability-Tipp 2)
  10. Orientierungslosigkeit: Dem User wird nicht gezeigt, in welchem Bereich der Seite er sich befindet. (Hinweise zur Gestaltung von Orientierungshilfen finden Sie in Usability-Tipp 3)

Das Internet ist kein Supermarkt

Da wir uns im Internet befinden und nicht im Supermarkt, kann jeder der oben genannten Fehler tödlich fürs Geschäft enden. Wieso sollte der User bei Ihnen auf Wanderschaft gehen, um die Lösung seines Problems oder ein passendes Produkt zu finden, wenn die Konkurrenz nur zwei Klicks entfernt ist – und ihn vielleicht auf direktem Weg ans Ziel führt.

Tipps und Tricks für optimale Zielseitengestaltung

Viele der genannten Fehler haben Ihren Ursprung in einer schlechten Usability. Wenn Sie diese verbessern möchten, können Sie gerne einen Blick in die Kategorie Customer Experience dieses Blogs werfen. Einige Defizite resultieren aber auch daraus, dass Zielseite und Anzeigentext gar nicht oder nur unzureichend aufeinander abgestimmt sind. Im nächsten Artikel „Mit AdWords-Landingpages den Nutzergeschmack treffen“ habe ich einige wichtige Informationen veröffentlicht, die Ihnen dabei helfen können, dieses Problem zu lösen.